Donnerstag, 19. Februar um 18 Uhr.
Im vergangenen Jahr hat die Stadt Třešt' zusammen mit dem Historiker Vojtěch Kyncl das Projekt "Nachbarn im Krieg" ins Leben gerufen. Das Ergebnis ist ein Lehrpfad durch die Stadt, ein Museum und eine Ausstellung im Gefängnishof hinter dem Rathaus und vor allem ein neues Buch. Es gibt einen detaillierten Einblick in das Leben in einer kleinen Stadt, in der
wo tschechische, deutsche und jüdische Schicksale seit Jahrhunderten miteinander verwoben sind und wo es Kriegsereignisse und Ideologien geschafft haben, dieses empfindliche Gleichgewicht innerhalb weniger Jahre zu zerstören. Sie zeigt, wie sich die nachbarschaftlichen Beziehungen unter dem Druck der nationalsozialistischen Besatzung, der Vertreibung und Liquidierung der jüdischen Gemeinde, der Kollaboration mit der Besatzungsmacht und dem inneren Widerstand veränderten. Sie gipfelt im Mai 1945, als die Stadt zum Schauplatz eines Massakers an der Zivilbevölkerung und der anschließenden Vergeltungsmaßnahmen gegen die deutsche Bevölkerung wird. An diesem Abend wird nicht nur ein einzigartiges Projekt in
Třešt', aber die Debatte wird auch das Thema der Schaffung von Gedenkstätten und ihrer heutigen Akzeptanz in der tschechischen und im weiteren Sinne mitteleuropäischen Gesellschaft sowie die Suche nach neuen persönlichen Zeugnissen und archivarischen Quellen berühren. Kommen Sie und genießen Sie
über die Freuden und Leiden der Entdeckungsreise des Historikers direkt mit dem Autor des Projekts, Vojtěch Kyncl, zu sprechen, der unsere Einladung angenommen hat. Der Eintritt ist freiwillig.