Kleiner Mehrin

Geschichten der Menschlichkeit (Die Gerechten unter den Völkern in Mähren)

Bei einem Abend zum Thema „Tschechen - Gerechte unter den Völkern“ werden die Geschichten von Rettern und Geretteten vorgestellt, denen der Titel "Gerechte unter den Völkern" verliehen wurde. Besonderes Augenmerk wird dabei auf die Region Mähren gelegt, die auch in diesem Bereich vertreten ist.

Rabbi Löw und der Golem: Die Geschichte, die in Mähren begann

Der Vortrag stellt die Persönlichkeit von Rabbi Yehuda Levy ben Bezalel (ca. 1525-1609) vor, bekannt als Maharal oder Rabbi Löw, einem der wichtigsten jüdischen Denker, der mit den böhmischen Ländern verbunden ist. Der Vortrag der Historikerin Dana Vedra wird sich auf seinen mährischen Einfluss, seinen intellektuellen Beitrag und den Ursprung der Legende vom Golem konzentrieren, die erst in späteren Zeiten mit seiner Persönlichkeit in Verbindung gebracht wurde.

Andrew Keene in Brünn

 Andrew Keene aus Haifa, Israel, wird als Treuhänder die heutige Organisation und das Museum des Memorial Scrolls Trust mit Sitz in der Westminster Synagogue vorstellen. Er wird es nicht versäumen, die Produktion kleiner israelischer Unternehmen hervorzuheben, und, wie er sagt, ist es seine Aufgabe, die Seele und den Geist Israels durch Produkte zu präsentieren, die so einzigartig sind wie die Geschichten derer, die sie herstellen. Julius Müller vom Toledot Center wird für den Dialog und die Übersetzung aus dem Englischen sorgen.

Künstliche Intelligenz und die Erinnerung an den Holocaust

Der Philosoph und Ethiker Štefan Oreško (Slowakische Akademie der Wissenschaften) und die Historikerin Táňa Klementová werden darlegen, welche Herausforderungen die moderne Technologie für Museen mit sich bringt und wie man im digitalen Zeitalter sensibel mit der historischen Wahrheit umgehen kann. Die Debatte richtet sich nicht nur an Technikbegeisterte. Sie richtet sich an alle, die sich dafür interessieren, wie die Technologie unsere Wahrnehmung der Wahrheit, der Vergangenheit und der menschlichen Verantwortung verändert.

Geführte Tour mit Martin Reiner

Führungen durch die Ausstellungsräume sind bereits zu einem festen Bestandteil unseres Programmangebots geworden. Einzelne Referenten wählen unterschiedliche Formen und erweitern sie mit allerlei Wissenswertem. Diesmal wird Martin Reiner, Direktor der Stiftung Mehrin, den Vortrag mit der Vorstellung der Broschüre Mehrin - Little Mehrin bereichern. Warum diese beiden Titel, und was genau ist der Inhalt dieser Publikation? Wo ist sie erhältlich und zu welchem Preis? Der Eintritt ist freiwillig.

Otte Wallish: Von Znojmo nach Tel Aviv

Die Ausstellung Otte Wallish: From Znojmo to Tel Aviv von Eva Janáčová wird vom Jüdischen Museum Malý Mehrin anlässlich des 120. Geburtstags von Otte Wallish symbolisch präsentiert. Lernen Sie den Künstler kennen, der die moderne Avantgarde mit der Gründung eines neuen Staates verband. Sie werden Dutzende seiner Plakate, Werbungen und Entwürfe sehen, die er bis in die 1970er Jahre schuf. Sein Werk ist nicht nur Kunst, sondern auch die Chronik einer außergewöhnlichen Reise.
Die Eröffnung findet am Montag, den 30. März um 18 Uhr im Kleinen Mehrin statt.

Weiße Orte des jüdischen Mährens und der Slowakei

Die dritte jährliche Konferenz "Weiße Orte" bringt die Geschichten von Menschen, Orten und Gemeinschaften aus der mährischen und slowakisch-jüdischen Geschichte wieder in die gemeinsame Erinnerung zurück. Wie erhaltene Archivdokumente und mündliche Quellen zeigen, war die Grenze zwischen Mähren und der Slowakei nie eine scharfe Trennlinie - im Gegenteil, sie war ein Raum starker familiärer, wirtschaftlicher und religiöser Bindungen.

Hebräisch mit Freude - Gespräch mit Simona Pöder Innerhofer

In diesem Vortrag werden wir das Hebräische von seinen schriftlichen Anfängen an vorstellen und seine gesamte Entwicklung bis zur modernen Sprache behandeln. Wir werden auch darauf eingehen, wie Hebräisch in Mähren verwendet wurde - vor allem im 19. und 20. Jahrhundert. Jahrhundert. Wir werden das Wirken des Arztes Gideon Brecher, des Hebraisten Moritz Steinschneider und des berühmten Oberrabbiners Richard Feder, der in Václavice bei Benesov geboren wurde, aber viele Jahre bis zu seinem Tod in Brünn wirkte, näher beleuchten.
Der Eintritt ist freiwillig.

Geführte Besichtigung der Dauerausstellung

Die März-Führung durch die Dauerausstellung mit dem Historiker Jakub Kříž konzentriert sich auf bedeutende, heute etwas in Vergessenheit geratene jüdische Architekten des 19. und frühen 20. Jahrhunderts, die mit ihren Werken das Straßenbild der mährischen Städte Brünn, Olmütz und Jihlava prägten. Der Eintritt ist freiwillig.